Haus für Kinder

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Bild in der Krippe

Gedanken zum Bild

"gehalten - geliebt - gesegnet"

Im Juni 2015 wurde ich beauftragt, für die neue Krippe in Gaukönigshofen ein Bild zu gestalten.
Ein großes Bild mit den Maßen 2 x 2,5 m in den Farben Rot, Blau und Gelb, die sich in den drei Gruppen und im Gebäude widerspiegeln. Das Bild ist mit Acrylfarben und Spachtelmasse "gespachtelt".

Für mich eine große Herausforderung, dich ich aber mit viel Spannung und Vorfreude gerne annahm. Herzlichen Dank an die Verantwortlichen, die mir das zutrauten, es hat mir sehr viel Freude bereitet.

Farbgebung:

Blau - Ganz unten die Farbe Blau,
die für das Vertrauen steht und meiner Meinung nach maßgeblich für solch eine Einrichtung ist.

Eltern, die ihre Kinder so früh in Betreuung geben, müssen darauf vertrauen, dass sie dort gut auf-
gehoben sind, sozusagen "in guten Händen". D.h. für mich aber auch:
mit der Konsequenz, loszulassen
und nicht alles kontrollieren, wissen und hinterfragen wollen...

Die Erzieher sind auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit
mit den Eltern angewiesen, nur so kann mit Freude gearbeitet werden.

Zu guter Letzt ist natürlich auch
ganz viel Vertrauen zwischen Kindern und Erziehern wesentlicher Bestandteil für ein gelingendes Miteinander.

Rot - Die Farbe Rot verbinden wir alle in erster Linie mit der Liebe. Im Zusammenhang dieses Bildes steht sie auch für das Leben, für ganz viel Energie, Power und Potenzial, das gerade Kinder in sich tragen.

Gelb - Oben die Farbe Gelb, die für Licht, Freude und Segen steht. Dieser Segen und die Freude soll in unser Leben einfließen und es hell machen.

Symbolik:

Hand unten - Die geöffnete Hand unten stellt eine haltende, offene Hand dar. Eine, die nicht festhält, sondern loslässt, aber auch eine, die da ist und auffängt. In der Verbindung mit der Farbe Blau, die für das Vertrauen steht, heißt das für mich: Kindern Halt geben, ihnen vertrauen und ihnen etwas zutrauen, loslassen und im Notfall da sein, um sie aufzufangen.

Hand oben - Segnen heißt, jemandem Gutes zusprechen. Wir stehen alle unter Gottes Segen und können uns gegenseitig segnen: Du bist gewollt, so wie du bist, mit all deinen Talenten und Fähigkeiten, die du zum Segen für dich und deine Mitmenschen einsetzen sollst.

Es tut uns allen gut, wenn wir immer mal wieder positiv bestätigt werden, wenn wir gesagt bekommen, was alles gut an uns ist und was einem
an uns gefällt.

Die segnende Hand oben, die
ganz zärtlich "aufliegt" will auch sagen: ich bin bei dir, ich begleite
dich auf deinem Weg, aber ich erdrücke dich nicht mit meiner Fürsorge. Ich kann dich auch nicht
vor allem Unheil bewahren, aber
gal was auch immer kommen mag,
ich bin da.

Klare Linie - Links und rechts sind klare Linien zu erkennen, die in der Erziehung elementar sind. Es gibt Grenzen und diese gilt es einzuhal-
ten, das gilt nicht nur für die Kleinen! Dennoch ist es auch immer wieder wichtig, Grenzerfahrungen zu machen...

Rahmen - Jenseits der Linien ist ein blauer "Rahmen" angedeutet. Der Rahmen steht für Struktur und für Rituale, die im Tagesablauf der Kita fest verankert sind und somit nötigen Halt und Vertrauen geben.

Unser aller Leben benötigt die richtigen "Rahmenbedingungen", Struktur, Rituale und eine gewisse Ordnung.

Rote "Spiralkugel" - Die rote Spiralkugel symbolisiert das Leben und die Liebe, mit all den hellen und dunklen Seiten, mit all den Narben, Brüchen, Um- und Aufbrüchen..., mit den Fähigkeiten und Unzulänglichkeiten, die uns ausmachen.

Die Spirale kann man sowohl als Sog zur Mitte hin, als auch als Entfaltung von der Mitte heraus deuten.

Fazit:

Wenn wir uns gehalten, geliebt und gesegnet fühlen, haben wir schon mal gute Voraussetzungen, uns selbst so annehmen zu können, wie wir sind, unsere Mitte zu finden und uns daraus weiter zu entwickeln und zu entfalten. Das gilt für die Kleinsten und jeden von uns gleichermaßen.

Ich habe dieses Bild zunächst für die Krippe gestaltet. Für mich ganz persönlich ist es auch ein Glaubensbild, denn Gott hat uns die Zusage gegeben:

"Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht." (Hebräer 13,5).

Aus dieser Zusage schöpfe ich Kraft, Glauben verstehe ich somit als Lebenshilfe.

Ich würde mir wünschen, dass alle, die in der Kita ein- und ausgehen, immer wieder an diesem Bild "hängenbleiben", sich ihre eigenen Gedanken dazu machen und den "Geist" des Bildes spüren können...

Beate Endres, im Juli 2015

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